Alle Filme

  • Aus dem Leben eines Schrottsammlers (BIH 2013, Danis Tanović, OmdtU 73’) – 2. Oktober – DAS KINO

Großer Jurypreis, Berlinale 2013;  Silberner Bär für den besten Darsteller, Berlinale 2013

Senada und Nazif leben mit ihren beiden Töchtern in einer Roma-Siedlung am Rande einer bosnischen Stadt. Der Eisensammler Nazif findet eines Tages seine schwangere Frau in Schmerzen. Der Arzt stellt den Tod des Ungeborenen fest. Für den lebensnotwendigen Eingriff fehlt der Familie das Geld.  Nazif versucht nun alles, um das Leben seiner Frau zu retten.

Oscar-Preisträger Danis Tanović (No Man’s Land) lässt diese wahre Geschichte von jenen nachspielen, die sie erlebt haben.

  • Stille Post (D 2010, Eliza Petkova, OmdtU 55’) – 3. Oktober – TOIhaus

„Sie sind schmutzig. Sie klauen. Sie sind ungebildet.“ Das sind die drei häufigsten Formulierungen,  mit denen Roma in Bulgarien in Verbindung gebracht werden. Stille Post stellt die Aussagen von Roma und nationalistischen Bulgaren gegenüber und vermittelt dem Publikum, wie derartige ethnische Konflikte zustande kommen.

  • Belleville (SRB 2009, Rena Rädle, Vladan Jeremić, OmeU 21’) – 3. Oktober – TOIhaus

Am frühen Morgen des 3. April 2009 werden – von der Polizei assistiert – die Baracken von 45 Romafamilien in einem Belgrader Stadtteil niedergerissen. Es ist ihnen nicht erlaubt, ihre Habseligkeiten zu retten. Belleville dokumentiert die anschließenden Proteste der Familien vor dem Belgrader Rathaus.

  • Me, My Gypsy Family and Woody Allen (I 2009, Laura Halilović, OmeU 50’) – 3. Oktober – TOIhaus

Die 19-jährige Laura erzählt in ihrem mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm die Geschichte ihrer Familie, die Ende der Sechziger Jahre aus Jugoslawien nach Italien auswandert. Sie dokumentiert die Mühen des Sesshaftwerdens, die Auseinandersetzung mit ihren Wurzeln und den Kampf um ihren Lebenstraum: Filmregisseurin zu werden.

  • Never Back Home (KOS 2010, Sami Mustafa, OmeU 56’) – 3. Oktober – TOIhaus

Das Flüchtlingslager Plemetina wurde 1999 als provisorische Unterkunft für im Kosovokrieg vertriebene Roma/Romnji, Aschkali, „ÄgypterInnen“ und SerbInnen errichtet.  Der Dokumentarfilmer und ehemalige Bewohner des Lagers Sami Mustafa gewährt uns Einblick in die Leben der Menschen, die in Ermangelung anderer Möglichkeiten unter menschenunwürdigen Verhältnissen noch immer im Lager leben.

  • Die bessere Seite (D 2008, Janek Romero, OmdtU 42’) – 4. Oktober – TOIhaus

Joci, ein Junge aus dem Roma-Dorf Nyirmihalydi in Ostungarn sitzt am Bahnhof und träumt den Zügen nach. Im Dorf lebt man ein traditionelles Leben mit den eigenen uralten Regeln, eigener Sprache und Musik. Als Erwachsener tritt man in die Fußstapfen des Vaters. Joci will raus aus dieser Beengtheit. Was passiert, wenn er sich dem Vater widersetzt und das Dorf verlässt? Der Film begleitet ihn durch seinen Alltag, zu seinen Wurzeln und nach Budapest, in eine unbekannte Welt.

  • Willkommen zuhause (D/KOS 2011, Eliza Petkova, OmdtU 69’) – 4. Oktober – TOIhaus

In Willkommen zuhause dokumentiert Eliza Petkova das Leben von Roma-Familien, die dem Rückübernahmeabkommen entsprechend, aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben wurden. Für viele von ihnen, in Deutschland geboren und integriert, brechen Welten zusammen.

  • The Pink House (KOS 2011, Sita Scherer, OmeU 10’) – 4. Oktober – TOIhaus & 17. Oktober – DAS KINO

In der Kurzdoku The Pink House portraitiert Sita Scherer drei Frauen, die in dem kleinen kosovarischen Dorf Plemetina zusammen leben und für die Großfamilie sorgen. Im Vordergrund stehen dabei ihre außergewöhnlichen Beziehungen zu Männern. Der Film entstand während eines sechsmonatigen Aufenthalts der Regisseurin bei der Familie.

  • According to David (MTN 2011, Duško Miljanić, OmeU 16’) – 4. Oktober – TOIhaus

In diesem Kurzportrait begegnen wir einem jungen Rom aus Montenegro, der seine Welt in Fotografien und philosophischen Reflexionen festhält. Sein Denken, Fühlen und Handeln ist einzigartig und lässt uns unsere stereotypen Bilder von Roma hinterfragen. Wunderbare Bilder voller Poesie.

  • Amaro Drom (A 2013, Saša Barbul, OmdtU 35’) – 4. Oktober – TOIhaus

Ausgehend von den erbärmlichen Lebensbedingungen in einem serbischen Roma-Dorf thematisiert Saša Barbul in seinem Dokumentarfilm verschiedene Formen der Selbstorganisation in Roma-Communities in Serbien und Wien. KünstlerInnen, PolitikerInnen, AktivistInnen und JournalistInnen berichten von ihren aktuellen Arbeitsfeldern, Auseinandersetzungen und Visionen für die Zukunft.

  • Romski Bal (A 2006, Djordje Čenić, Dominik Spritzendorfer, OmdtU 58’) – 4. Oktober – TOIhaus

Romski Bal führt das Publikum ins serbische Guča zum weltgrößten Blasmusikfestival und beleuchtet die Rolle der Roma-Musiker zwischen Gypsy Brass-Euphorie und rassistischer Diskriminierung.

  • SUSPINO – A Cry for Roma (CDN 2003, Gillian Darling Kovanic, OmeU 50’) – 10. Oktober – DAS KINO

In mehreren Episoden thematisiert der Dokumentarfilm die Erfahrungen von Roma in Rumänien und Italien: Ausschluss, Diskriminierung, Ghettoisierung und Gewalt. Eine Szene zum Beispiel beschreibt die zwangsweise Umsiedlung einer rumänischen Roma-Community in eine stillgelegte Hühnerfarm, eine weitere begleitet trauernde Angehörige von Pogromopfern in Transsilvanien. Eine junge Roma-Familie versucht ihr Glück in Rom, landet in einem heruntergekommenen Lager und muss vom Betteln leben. Schließlich entscheidet der Bürgermeister auch noch, das Lager dem Erdboden gleichzumachen.

  • Just the Wind (H/D/F  2012, Bence Fliegauf, OmdtU 91’) – 17. Oktober – DAS KINO

Silberner Bär Berlinale 2012

24 Stunden im Leben einer ungarischen Roma-Familie. Mari lebt mit ihren Kindern und dem pflegebedürftigen Großvater abgeschieden in einem Haus im Wald. Ihr Ehemann ist nach Kanada emigriert und versucht seit Monaten, seine Familie nachzuholen. Die aktuelle rassistische Gewalt gegen Roma forderte in dieser Gegend bereits einige Mordopfer. Sind sie die Nächsten? Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit.

  • A Village Romance (HU 2007, Kriszta Bódis, OmeU 50’) – 24. Oktober – DAS KINO

In ihrem Dokumentarfilm A Village Romance begleitet Kriszta Bódis zwei Frauen in einem kleinen ungarischen Dorf, die sich ineinander verlieben. Eine lebt in Armut, eine, von den DorfbewohnerInnen als Romni verachtet, ist mit einem gewalttätigen Alkoholiker verheiratet, der ihr droht, sie vor Gericht zu schleppen, als er hinter ihr Geheimnis kommt.

  • Our School (RUM/US/CH 2011, Mona Nicoara & Miruna Coca-Cozma, OmeU 94’) – 31. Oktober – DAS KINO

u.a. Grand Jury Prize for Best US Feature, SILVERDOCS 2011, Best International Feature, HUMAN RIGHTS ARTS AND FILM 2012

Drei Romakinder aus einer transsilvanischen Kleinstadt nehmen an einem integrativen Schulprojekt teil. Über einen Zeitraum von vier Jahren gefilmt dokumentiert der Film ihren Kampf gegen Vorurteile, Engstirnigkeit und Rassismus. Dabei entfalten sie einen humorvollen, optimistischen und schlagfertigen Widerstand.

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